– Büsumer BioRegionalmarkt –

Seit März 2015 in Büsum

Ganzjährig für Sie da! Büsumer Winterpause gibt’s bei uns nicht.

Wir haben immer Montag bis Samstag von 08.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. An Sonn-und Feiertagen bleibt unser Ladengeschäft geschlossen. Über unseren Lieferservice können Sie jederzeit bestellen.

Regionales Sortiment

Frischeprodukte so weit möglich direkt von regionalen Erzeugern.

Mehrmals wöchentlich holen wir Gemüse von Dithmarscher Landwirten. Täglich bieten wir frische Backwaren vom Reesdorfer Hof. Mittwochs beliefert uns die Bioland-Schlachterei Schröder aus Schwarzenbek.

Bald 20 Jahre Biohandel

Mit Hofladen und Biokisten fing es auf dem Groth Hof einmal an.

Unsere Wurzeln liegen im Gemüsebau und unser Schwerpunkt ist das Gemüse-Sortiment immer geblieben. Der direkte Draht zum Hof ist uns wichtig, um über unsere Ware immer bestmöglich Bescheid zu wissen.

Warum wir Öko brauchen

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand e.V.

Nur Wenige wissen, dass Saatgut meist immer noch aus konventioneller Züchtung stammt. In letzter Konsequenz finanziert die Bio-Landwirtschaft dadurch ungewollt Saatgutmultis wie Monsanto und Co.

Saatgut ist die Grundlage unserer Lebensmittel, ein Kulturerbe der Menschheit, das für jeden zugänglich sein sollte. Doch im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde Saatgut zunehmend auch ein Wirtschaftsgut. Mit der Entwicklung von Hybridsorten wurde die Nachbaufähigkeit eingeschränkt, was den konventionellen Saatgutverkauf zu einem Gewinn bringenden Geschäft machte. Dafür wurde viel auf Patente und Gentechnik zur Sicherung von Marktanteilen gesetzt. Heute kontrollieren drei Unternehmen 60 Prozent des weltweiten Saatgutmarkts, über 90 Prozent der angebotenen Gemüsesorten sind Hybride. Gezüchtet wird für hochintensive Landwirtschaft mit starkem Input an Chemie und Dünger.

Doch für den Ökolandbau mit seinem Kreislauf- und Organismusgedanken braucht es eine Züchtung, die sich an anderen Zielen orientiert: z.B. Getreidesorten die gegen häufig auftretenden Pilzbefall widerstandsfähig sind, durch kräftigen Wuchs das Beikraut unterdrücken und einen guten Strohertrag als Einstreu für die Tierhaltung erbringen. Es geht um urgesunde Pflanzen, aber auch um Geschmack – ein Zuchtziel, welches in der konventionellen Züchtung wenig Beachtung findet.

Für einen ganzheitlichen Landbau braucht es eine ganzheitliche Züchtung. Dafür setzt sich der Saatgutfonds seit 1996 ein und unterstützt ökologische Saatgutinitiativen. Über 150 samenfeste Biosorten stehen inzwischen zur Verfügung. Ermöglicht wird diese grundlegende Arbeit durch Spenden vieler Privatpersonen, Biounternehmen und Organisationen.

Infobrief Saatgutfonds 2021

Newsletter GLS Treuhand Zukunftsstifung Landwirtschaft

Planetary Health Diet

Um alle Menschen dieser Erde bis zum Jahr 2050 nachhaltig und gesund zu ernähren, ist eine grundlegende Veränderung unserer Ernährungsweise nötig. Das zeigt ein im Januar 2019 veröffentlichter Report der EAT-Lancet-Kommission. Der Kommission gehören 37 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und 16 Ländern an, darunter Klimaforscher und Ernährungswissenschaftler. Das Ziel der Forscher war es, eine wissenschaftliche Grundlage für einen Wandel des globalen Ernährungssystems zu schaffen. Herausgekommen ist die „Planetary Health Diet“, ein Speiseplan, mit dem bis zum Jahr 2050 etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde gesund ernährt werden können, ohne den Planeten zu zerstören.

Kritiker sehen folgende Knackpunkte bei der Umsetzung:
Der Speiseplan legt eine tägliche Kalorienzufuhr von 2.500 Kalorien zugrunde. Für Schwerstarbeiter wäre dies bei Weitem zu wenig Energie, für Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit zu viel. Den Menschen in vielen Ländern dieser Erde stehen außerdem bedeutend weniger Kalorien pro Tag zur Verfügung. Daher können die Empfehlungen der „Planetary Health Diet“ nur als Orientierung dienen.
Die weltweite Halbierung des Verzehrs von rotem Fleisch würde zum Beispiel für Nordamerika bedeuten, dass nur noch etwa ein Siebtel der heute üblichen Menge verzehrt werden dürfe. Und in afrikanischen Ländern wird heute ein Siebenfaches der empfohlenen Menge an stärkereichen Pflanzen konsumiert.

Dokumentation zweier Selbstversuche im hr Fernsehen

Planetary Health Diet auf bfze.de (Bundeszentrum für Ernährung)

Die gesamte Studie “EAT-Lancet Commission Summary Report”

Das Zeitalter des Hochleistungshuhns

 
Jüngst haben britische Geologen und Archäologinnen das Masthuhn zum Symbol des Anthropozän erklärt, weil sich in ihm der beispiellose Umbau der Biosphäre der Erde zeige. (Foto: derhoftierarzt.de, LB-Dual-Ross-Hähne 5. Lebenswoche)

In den 1950er Jahren wogen Masthühner nach etwa 120 Tagen circa 1,5 kg. Heutige Masthybriden erreichen dieses Gewicht bereits innerhalb von 30 Tagen oder sogar schneller und sind ausschließlich nach zwei Leistungsparametern genetisch verunstaltet worden: hohe Legeleistung (bis zu 300 Eier pro Jahr) und hohe Fleischleistung (35 Tage bis zur Schlachtreife). Dabei haben vier global agierende Konzerne das Erbgut dieser Hochleistungshühner unter Ihrer Kontrolle. Und wie beim Hybridmais und dem Saatgut müssen Landwirte die Küken immer wieder nachkaufen. Denn die wirtschaftlich relevanten genetischen Eigenschaften sind nur in einer einzigen Generation vorhanden.

Verbreitete Antibiotika-Belastungen belegt zudem eine im April 2019 vorgestellte Untersuchung von Germanwatch bei Hähnchenfleischproben aus großen Discountern: „Von 59 Portionen Hähnchenfleisch – gekauft bei Lidl, Netto, Real, Aldi (Nord und Süd) sowie Penny – ist mehr als jede zweite Probe (genauer 56 Prozent) mit Antibiotika-resistenten Erregern belastet. Und mehr als jede dritte Probe ist kontaminiert mit Resistenzen gegen Reserveantibiotika”. Eine Lücke im Arzneimittelrecht macht Einmischungen im Futter möglich: Was Pharmaunternehmen an Tierärzte abgeben, wird dokumentiert, Abgaben an Futtermittel-Konzerne dagegen nicht.

60-80% des in der EU verzehrten Hähnchenfleischs ist Brustfleisch. Seit 2000 ist der Export anderer Hähnchenteile vor allem nach Afrika gestiegen. Afrikanische Hühnerhalter können mit den Billig-Importen von gefrorenen Hühnerteilen nicht konkurrieren. In Kamerun z.B. gaben 90% der Hühnerbetriebe auf.

Im “Parlament der Dinge” erhebt das Huhn nun seine Stimme – nach einer Idee des französischen Wissenschaftstheoretikers Bruno Latour: www.deutschlandfunkkultur.de

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