– Büsumer BioRegionalmarkt –

Seit März 2015 in Büsum

Ganzjährig für Sie da! Büsumer Winterpause gibt’s bei uns nicht.

Wir haben immer Montag bis Samstag von 08.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. An Sonn-und Feiertagen bleibt unser Ladengeschäft geschlossen. Über unseren Lieferservice können Sie jederzeit bestellen.

Regionales Sortiment

Frischeprodukte so weit möglich direkt von regionalen Erzeugern.

Mehrmals wöchentlich holen wir Gemüse von Dithmarscher Landwirten. Täglich bieten wir frische Backwaren vom Reesdorfer Hof. Mittwochs beliefert uns die Bioland-Schlachterei Schröder aus Schwarzenbek.

Über 20 Jahre Biohandel

Mit Hofladen und Biokisten fing es auf dem Groth Hof einmal an.

Unsere Wurzeln liegen im Gemüsebau und unser Schwerpunkt ist das Gemüse-Sortiment immer geblieben. Der direkte Draht zum Hof ist uns wichtig, um über unsere Ware immer bestmöglich Bescheid zu wissen.

Wochenzeilen

Planetary Health Diet

Um alle Menschen dieser Erde bis zum Jahr 2050 nachhaltig und gesund zu ernähren, ist eine grundlegende Veränderung unserer Ernährungsweise nötig. Das zeigt ein im Januar 2019 veröffentlichter Report der EAT-Lancet-Kommission. Der Kommission gehören 37 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und 16 Ländern an, darunter Klimaforscher und Ernährungswissenschaftler. Das Ziel der Forscher war es, eine wissenschaftliche Grundlage für einen Wandel des globalen Ernährungssystems zu schaffen. Herausgekommen ist die „Planetary Health Diet“, ein Speiseplan, mit dem bis zum Jahr 2050 etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde gesund ernährt werden können, ohne den Planeten zu zerstören.

Kritiker sehen folgende Knackpunkte bei der Umsetzung:
Der Speiseplan legt eine tägliche Kalorienzufuhr von 2.500 Kalorien zugrunde. Für Schwerstarbeiter wäre dies bei Weitem zu wenig Energie, für Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit zu viel. Den Menschen in vielen Ländern dieser Erde stehen außerdem bedeutend weniger Kalorien pro Tag zur Verfügung. Daher können die Empfehlungen der „Planetary Health Diet“ nur als Orientierung dienen.
Die weltweite Halbierung des Verzehrs von rotem Fleisch würde zum Beispiel für Nordamerika bedeuten, dass nur noch etwa ein Siebtel der heute üblichen Menge verzehrt werden dürfe. Und in afrikanischen Ländern wird heute ein Siebenfaches der empfohlenen Menge an stärkereichen Pflanzen konsumiert.

Planetary Health Diet auf bfze.de (Bundeszentrum für Ernährung)

Die gesamte Studie „EAT-Lancet Commission Summary Report“ kann hier heruntergeladen werden.

»Ablaufdatum | Wenn aus Lebensmitteln Müll wird«

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es unvorstellbar, genießbare Lebensmittel wegzuwerfen. Das hat sich inzwischen radikal geändert. Die Sonderausstellung „Ablaufdatum“ des Naturhistorischen Museums Wien geht den Ursachen der Lebensmittelverschwendung auf den Grund. 

Das Recht auf Nahrung ist ein grundlegendes Menschenrecht. Gleichzeitig belastet die Herstellung von Nahrungsmitteln die natürlichen Ressourcen der Erde. Ein Drittel aller Klimagase stammt aus der Lebensmittelerzeugung. Eine bloße Halbierung des Lebensmittelmülls würde ebenso viele Klimagase sparen, wie eine Stilllegung jedes zweiten Autos. Die Verschwendung von Lebensmitteln werden wir uns bald nicht mehr leisten können!

In der Ausstellung werden eindrucksvolle Daten und Fakten präsentiert. Aber noch viel wichtiger ist das Aufzeigen konkreter Wege aus dem Teufelskreis der Verschwendung. Denn unser aller Konsumverhalten kann dazu beitragen, die Welt zu verändern.

Das Donut-Modell

Mitten in der Corona-Krise entscheidet die Stadt Amsterdam, den Rohstoffverbrauch in 10 Jahren zu halbieren. Bis 2050 strebt sie eine komplette Kreislaufwirtschaft an. Gleichzeitig will sie die soziale Ungleichheit bekämpfen. Der “Doughnut” dient der Stadt dabei als Kompass. Die Amsterdam Doughnut Coalition ist ein Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Akteuren, engagierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verwaltung und Politik. Ähnliche Entwicklungen gibt es in Brüssel, Kopenhagen, Portland, Philadelphia, Schottland und Neuseeland.

Kann das Donut-Modell in unseren Städten und Regionen Orientierung bieten, politisches und wirtschaftliches Handeln neu auszurichten? Davon handelt eine Veranstaltung der Gemeinwohl-Ökonomie Hamburg zusammen mit AFS interkulturelle Begegnungen e.V. und hamburg.global, in Zusammenarbeit mit dem UmweltHaus am Schüberg und dem Zukunftsrat Hamburg.

Kate Raworth (Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Oxford) stellt ihre „Doughnut Economics“ als Kompass für ein Leben und Wirtschaften in einem sozial & ökologisch sicheren Raum vor und berichtet von Erfahrungen in Amsterdam.

„Die Donut-Ökonomie – ein Kompass für zukunftsfähiges Handeln“
Online-Veranstaltung 16.03.2021, 17:45 – 20:00 Uhr:
17:45 – 18:00 Uhr: Check-in
18:00 – 19:00 Uhr: Vortrag Kate Raworth inkl. Fragen/Antworten (auf Englisch)
19:00 – 20:00 Uhr: Break-out Gruppen (auf Deutsch)
ANMELDUNG über Eventbrite-Seite (tinyurl.com/donuteconomy). Wenige Tage vor Veranstaltung werden Zugangsdaten für den Abend versendet.

Das Zeitalter des Hochleistungshuhns

Jüngst haben britische Geologen und Archäologinnen das Masthuhn zum Symbol des Anthropozän erklärt, weil sich in ihm der beispiellose Umbau der Biosphäre der Erde zeige.

In den 1950er Jahren wogen Masthühner nach etwa 120 Tagen circa 1,5 kg. Heutige Masthybriden erreichen dieses Gewicht bereits innerhalb von 30 Tagen oder sogar schneller und sind ausschließlich nach zwei Leistungsparametern genetisch verunstaltet worden: hohe Legeleistung (bis zu 300 Eier pro Jahr) und hohe Fleischleistung (35 Tage bis zur Schlachtreife). Dabei haben vier global agierende Konzerne das Erbgut dieser Hochleistungshühner unter Ihrer Kontrolle. Und wie beim Hybridmais und dem Saatgut müssen Landwirte die Küken immer wieder nachkaufen. Denn die wirtschaftlich relevanten genetischen Eigenschaften sind nur in einer einzigen Generation vorhanden. 

Verbreitete Antibiotika-Belastungen belegt zudem eine im April 2019 vorgestellte Untersuchung von Germanwatch bei Hähnchenfleischproben aus großen Discountern: „Von 59 Portionen Hähnchenfleisch – gekauft bei Lidl, Netto, Real, Aldi (Nord und Süd) sowie Penny – ist mehr als jede zweite Probe (genauer 56 Prozent) mit Antibiotika-resistenten Erregern belastet. Und mehr als jede dritte Probe ist kontaminiert mit Resistenzen gegen Reserveantibiotika“. Eine Lücke im Arzneimittelrecht macht Einmischungen im Futter möglich: Was Pharmaunternehmen an Tierärzte abgeben, wird dokumentiert, Abgaben an Futtermittel-Konzerne dagegen nicht.

60-80% des in der EU verzehrten Hähnchenfleischs ist Brustfleisch. Seit 2000 ist der Export anderer Hähnchenteile vor allem nach Afrika gestiegen. Afrikanische Hühnerhalter können mit den Billig-Importen von gefrorenen Hühnerteilen nicht konkurrieren. In Kamerun z.B. gaben 90% der Hühnerbetriebe auf.

Im „Parlament der Dinge“ erhebt das Huhn nun seine Stimme – nach einer Idee des französischen Wissenschaftstheoretikers Bruno Latour: www.deutschlandfunkkultur.de

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