02 Dez

Gene Drives

Video des Wyss Instituts zum Mechanismus des Gene Drive (englisch)

Video: Wyss Institut zum Mechanismus Gene Drive (englisch)

In Verbindung mit neuen Gentechnik-Methoden wie CRISPR sollen „Gene Drives“ dafür sorgen, dass bestimmte DNA-Konstrukte rasch auf möglichst viele Nachkommen übergehen. Gentechniker erhoffen sich davon beispielsweise, ganze Moskito-Populationen schnell auszurotten.

In einem Bericht warnten die National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine der USA 2016 davor, dass Gene Drives „irreversible Auswirkungen auf Organismen und Ökosysteme“ haben könnten. Die rasante Entwicklung der Technologie sei zugleich „ermutigend und beunruhigend“. Nötig sei ökologische Risikobewertung. Es gebe aber noch zu viele „Wissenslücken“ bezüglich der Genetik von Populationen und der Dynamik von ökologischen Systemen.

Die kanadische ETC Group kritisierte, der Bericht sei zwar in einigen Punkten „exzellent“. Aber er lasse wichtige Fragen aus, z.B. militärische Anwendungen oder die Nahrungsmittelversorgung.

weitere Infos: Wie umgehen mit „Kettenreaktionen“?

01 Dez

Unsichtbare Gentechnik

Trotz neuartiger Verfahren: Gentechnik bleibt Gentechnik. So sieht das auch der Europäische Gerichtshof. Er hat 2018 festgelegt, dass auch moderne Zuchtverfahren wie „Genome Editing“ reguliert werden müssen. Das bedeutet Risikoprüfung, offizielle Zulassungsverfahren und Kennzeichnungspflicht. Die FDP will den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland dagegen erleichtern. Nutzpflanzen sollen anhand ihrer Eigenschaften und nicht anhand der Herstellungsmethoden bewertet werden. Generell gilt für Gentechnik: Der mögliche Nutzen heiligt nicht die Risiken. Gentechnik bietet keine langfristigen Lösungen für Klima- und Hungerkrisen. Im Gegenteil: Durch den Einsatz von gentechnisch veränderten Sorten wird die Monopolstellung von wenigen Saatgutkonzernen verstärkt – und damit auch die Abhängigkeit von Bauern und Bäuerinnen von diesen Unternehmen. Quelle: SPIEGEL ONLINE: „Verbraucherschutz: Parteien streiten über neue unsichtbare Gentechnik“, 08.11.19

KLICK-TIPPS ZUM THEMA:
• Eine neue Studie warnt: Die Freisetzung von Gentechnik-Organismen gefährdet den Artenschutz: deutschlandfunk.de
• Milliarden US-Dollar werden in Gentherapien mit „Crispr-Cas“ investiert. Doch die Gen-Schere verschnippelt sich häufiger als gedacht: tagesspiegel.de

14 Okt

Lebensmittel-Sicherheit

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 13. Oktober 2019. Zu den Äußerungen von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner zum Thema Lebensmittelskandale/Lebensmittelkontrollen in der Bild-Zeitung vom 12.10. erklärt Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch:

„Indem Frau Klöckner allein an die Bundesländer appelliert, unternimmt sie einen ebenso plumpen wie billigen Versuch, von der eigenen Verantwortung abzulenken. Doch es ist wie im echten Leben: Wenn die Ministerin mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, sind drei Finger auf sie selbst gerichtet. Es gibt nur deshalb immer wieder neue Skandale, weil die immer gleichen, längst bekannten Schwachstellen und Gesetzeslücken im europäischen und deutschen Lebensmittelrecht nicht beseitigt werden. Frau Klöckner hat in ihrer gesamten Amtszeit darüber kein Wort verloren und hat keinerlei Initiative ergriffen. Mit dieser Haltung ist die Ministerin das größte Risiko für die Lebensmittelsicherheit in Deutschland. Weiterlesen

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